„Nach dem musikalisch geordneten „Seelenkauderwelsch" des jugendlichen Schubert war das folgende berühmte „Klaviertrio Nr. 1 op. 99" die Offenbarung der Stärke, Klarheit und feinen Dynamik des springlebendigen Aramis-Trios. Jung und frisch spielten die drei Solisten, deren Musketier-Motto in allem spürbar ist, wie mit einem Bogen und in munter plätscherndem Fluss die liedhaften Melodien der unterschiedlich temperierten Sätze in unglaublicher Leichtigkeit und Heiterkeit: graziös, elegant und beschwingt bis zur Andeutung eines Ländlers im Schlussrondo.
Noch bei keinem anderen Ensemble habe ich ein so sicheres ausdrucksvolles über den Saiten schwebendes Pianissimo gehört. Mehr bitte, mehr, von solchem natürlichen Musikantentum, das aus talentiertem Herzen kommt.”

Neue Presse Coburg, 21. Juli 2016
 

„Die erste Hälfte ihres Matineekonzerts gehörte ganz Beethoven und seinem „Erzherzog-Trio” B-Dur Opus 97. Rasch fanden Pianist Fabian Wankmüller und seine beiden Streicher in ein genießerisch-dialogisches Musizieren hinein, dessen immanente Freude sich auf die Zuhörer unmittelbat übertrug. Fröhlich-festliche Stimmung dominierte, versetzt mit einigen episch-heroischen Elementen.
In der zweiten Hälfte erklang ein weiteres „Schlachtschiff der Klaviertrio-Literatur", wie Geiger Martin Emmerich in seiner Schlussansage formulierte. Brahms Klaviertrio Nr. 1, H-Dur, Opus 8 erschien als klassischer Sturm-und Drang-Soundtrack den drei Twens wie auf den Leib geschrieben. Emotionaler Zugriff und Spielfreude in kühner musikalischer Architektur gab es hier zu erleben, von drei wie befreit aufspielenden Meistern ihres Fachs."

Rhein-Zeitung, 16. Oktober 2015
 

„Selten gespielte Werke waren im 2. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Coburg unter GMD Rolans Kluttig zu hören, der wie immer auch treffende Anmerkungen zu den Kompositionen beisteuerte. Beifalsstürme erntete das junge Aramis Trio mit Konzertmeister Martin Emmerich an der Spitze, welches mit einer musikalischen Rarität aufwartete: Dem Tripelkonzert für Violine, Violoncello und Klavier mit Orchester von Emànuel Moór. Für dieses Werk gab es an diesem Abend eine (nach Dirigent Roland Kluttig) „deutschland-, europa, ja vielleicht sogar weltweite" Wiederaufführung. Einst für das legendäre Trio Thibaud-Casals-Cortot komponiert und vielfach von jenem gespielt, hat dieses seltene Pendant zu Beethovens Tripelkonzert lange auf seine Wiederentdeckung in unseren Tagen warten müssen (...).
Das 2009 gegründete Aramis Trio setzte sich engagiert und bravourös ein für das spieltechnisch wie gestalterisch anspruchsvolle Werk. Martin Emmerichs sensibler Geigenton, das klangvolle Cello von Heiner Reich und das virtuos gespielte Klavier von Fabian Wankmüller verbanden sich von Anfang bis Ende zu nahtlosem Zusammenspiel, müheloser Bewältigung aller technischer Schwierigkeiten uns ausdrucksvoller Gestaltung. Das Trio nennt sich nach einem von Alxandre Dumas' drei Musketieren und beherzigt in seinem vielfach ausgezechneten und gefragten Spiel deren Devise „Alle für einen - einer für alle”." 

Das Orchester, November 2015
 

„Wenn das Aramis-Trio Schostakowitsch spielt, gibt es für die Zuhörer kein Entrinnen. Martin Emmerich an der Geige, der Cellist Heiner Reich und der Pianist Fabian Wankmüller haben sich derart mit Schostakowitsch und seinem 2. Klaviertrio und den sieben Romanzen op. 127 befasst, dass die Musik ihre ganze Ausdruckskraft auf dast schon verstörende Weise entfaltet.
Beeindruckend, wie souverän das Aramis-Trio den Tonfall dieser Musik trifft, wie präzis selbst feinste klangliche Nuancen erfasst sind, wie das gesamte dynamische Spektrum vom zartesten Pianissimo in höchster Lage bis zum furiosen Fortissimo entfaltet wird. (...)
Kammermusik in dieser Intensität, mit dieser Sogwirkung hat Coburg schon lange nicht mehr gehört.”

Coburger Tageblatt, 18. Juli 2016